Nr.: A 12/0179-01
Gremium: Finanzausschuss, Rat der Stadt
Sitzungstermin: 27.02.2012, 01.03.2012
Berichterstattung: Wilfred Buß, Dieter Wiechering
Antrag der SPD-Fraktion vom 17.02.2012
Beschlussvorschlag:
Die SPD-Fraktion beantragt, die Ausschreibungsbedingungen um folgende Punkte zu ergänzen:
1. Der Endpreis für das Standardmittelhaus ist mit Keller an zu geben.
2. Beim Verkauf der Häuser darf der Bauträger keinen Makler einschalten, der an die Käufer Provision berechnet.
3. Die Heizenergieversorgung der Häuser erfolgt über ein Nahwärmenetz mit KWK-Anlage. Flüssiggas und Erdöl sind dabei als Energieträger ausgeschlossen.
Begründung:
Zu 1.:
Bei den bisherigen Projekten hat sich gezeigt, dass fast alle Käufer einen Keller haben möchten. Die Kellerpreise waren bei einzelnen Bauträgern sehr unterschiedlich. In die Bewertungsmatrix fließt jedoch der Kaufpreis ohne Keller ein.
Selbstverständlich muss der Bieter angeben, welche Ersparnis eintritt, wenn man auf den Keller verzichtet (wie bei Eigenleistungen).
Zu 2.:
Bei der Berichterstattung über den insolventen Bauträger „Centa“ wurde berichtet, dass eine Käuferfamilie für die Vermittlung eines Kaufvertrages Maklerprovision bezahlen musste, obwohl danach der Vertrag nicht erfüllt wurde.
Das 100 Häuser – Programm ist so bekannt, und darüber wird nach der Vergabe ausführlich in der Presse berichtet, dass Kaufinteressenten hierfür keinen Makler brauchen. Wenn der Bauträger glaubt, für die Vermarktung einen Makler einschalten zu müssen, mag er ihn selbst bezahlen.
Zu 3.:
Aufgrund der kompakten Bebauung sind nur kurze Wege von der Heizzentrale notwendig. Dadurch entstehen nur niedrige Kosten.
Der gute Primärenergiefaktor ist für den EnEV-Nachweis günstig.
Für die Nahwärmenutzung kann man ein Investitionszulage nach dem KWK-Gesetz bekommen.
Bei der Bewertung durch die Banken (z.B. für die Baufinanzierung) wird eine derartige Wärmeversorgung positiv bewertet (obwohl sie nicht teurer ist als Einzelanlagen).
Der Co 2 – Ausstoß ist geringer als bei einzelnen Kesseln. Das sollte für „Mülheim in der Klimazone“ und einer Bewerberin für Innovation-City nicht unwichtig sein.
|