
SPD-Fraktion informiert sich über Arbeit des Kinderschutzbundes
14. August 2026Mit einem Besuch der Stadthalle läutete die Mülheimer SPD-Fraktion den Endspurt ihrer Sommeraktionen im Jahr 2026 ein. Der Fokus der zweistündigen Führung durch die „gute Stube Mülheims“ lag auf der Geschichte des Gebäudes. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts wurde aus der Bürgerschaft der Wunsch nach einer Kulturstätte geäußert. Es dauerte aber noch bis zum Jahr 1926, bis die Stadthalle eröffnet werden konnte.
„Es war sehr interessant zu hören, dass man zwischen der „Stadthalle 1.0“ und der „Stadthalle 2.0“ unterscheidet. Das ursprüngliche Gebäude wurde im 2. Weltkrieg bis auf die Fassaden zerstört, das innovative freitragende Metallgerüst war für den Wiederaufbau statisch nicht mehr zu gebrauchen. Daraufhin entstand das Kulturzentrum in der heutigen Form, mit einem deutlich kleineren Hauptsaal. Fasste dieser vor dem Krieg noch fast 2.000 Leute, findet dort heute noch etwas über 1.000 Gäste Platz“, fasst der SPD-Fraktionsvorsitzende Filip Fischer zusammen.
Der kulturpolitische Sprecher Sascha Jurczyk: „Beim Blick hinter die Kulissen wurde aber auch deutlich, dass es an einigen Stellen immer noch massive Modernisierungsbedarfe gibt. Zwar versucht man durch eine stetige Erneuerung der Bühnentechnik neuen Veranstaltungsformaten gerecht zu werden, gleichzeitig verhindert aber der Denkmalschutz wichtige Veränderungen. Auch stammt die Orchesterbestuhlung noch aus dem Jahr 1956. Hierdurch entstehen Konflikte mit dem Arbeitsschutz und den auftretenden MusikerInnen. Auch der Bühnenboden müsste nach 15 Jahren dringend erneuert werden, die Investitionen im sechsstelligen Bereich sind für die Stadt aktuell aber nicht stemmbar. Dennoch versucht das Personal der Stadthalle alles, um in für Veranstalter schwierigen Zeiten konkurrenzfähig zu bleiben.“


