
Nachgefragt: Wie geht es mit dem alten THW-Gelände an der Düsseldorfer Straße weiter?
10. August 2026Ihre traditionellen Sommeraktionen nutzte die Mülheimer SPD-Fraktion für einen Besuch beim Kinderschutzbund. In den Räumlichkeiten an der Schlossstraße informierte der Schatzmeister Joachim vom Berg über die Arbeit des 1977 in Mülheim gegründeten Vereins.
Hauptziel des Kinderschutzbundes ist, die im Grundgesetz verankerten Kinderrechte durchzusetzen und den Kindern als Lobby zu dienen. Die Finanzierung erfolgt durch Mitgliedsbeiträge, Spenden, Bußgeldzahlungen und – projektbezogen – öffentliche Zuschüsse.
Größte aktuelle Aufgabe für den Verein ist das sogenannte „Brückenprojekt“. Hierzu der SPD-Fraktionsvorsitzende Filip Fischer: „Mit dem Brückenprojekt wird Kindern im Alter von vier bis sechs Jahren, die zum Beispiel einen Fluchthintergrund besitzen, eine regelmäßige Betreuung ermöglicht. Maximal acht Kinder erhalten durch zwei pädagogische Fachkräfte unter anderem Unterstützung bei der Sprachbildung und dem Erlernen von Alltagsstrukturen. Inzwischen existiert für die Plätze eine Warteliste, es besteht also ein erhöhter Bedarf für ein solches Angebot.“
„Zusätzlich widmet sich der Kinderschutzbund auch der Präventionsarbeit und sexuellen Aufklärung. Geplant ist außerdem eine verstärkte Vermittlung von Medienkompetenz, um die Kinder auf die Gefahren der zunehmend digitaler werdenden Welt vorzubereiten. Ein sogenannter „Kinderrechtspfad“ in der MüGa soll außerdem das Bewusstsein dafür schärfen, dass auch Kinder für ihre Interessen und Rechte eintreten dürfen und sollen. Leider hakt es hier derzeit noch an bürokratischen Hürden zur Umsetzung“, stellt die jugendpolitische Sprecherin Astrid Stieren fest.
Stieren und Fischer abschließend: „Die Arbeit des Kinderschutzbundes war und ist äußerst wichtig. Deshalb werden wir als SPD-Fraktion auch zukünftig alles unternehmen, um den Verein zu unterstützen.“


