„Ich weiß, dass etliche Menschen in Styrum beunruhigt sind“, sagt SPD-Ortsvereinsvorsitzender Norbert Mölders. Er beteuert, dass die SPD diese Sorgen und Bedenken sehr ernst nehme. Mölders weist aber gleichzeitig darauf hin, dass Styrum als vielschichtiger und internationaler Stadtteil geübt sei im Umgang mit Menschen aus fremden Ländern. Die Integrationsleistung des Stadtteils sei überzeugend, so Mölders. „Wir können damit gut umgehen.“ „Wir müssen den Menschen helfen, die vor Gefahren für Leib und Leben geflohen sind und noch lange Zeit benötigen werden, über schreckliche Erfahrungen wie Vergewaltigungen und Erschießungen von Angehörigen, Nachbarn oder Freunden hinweg zu kommen“, erklärt Mölders. Er lobt deshalb auch das Konzept der Stadt, das vorsieht, die Flüchtlinge am Standort Gustavstraße rund um die Uhr zu begleiten und sozial zu betreuen. So könnten sie nach den schrecklichen Erlebnissen zur Ruhe kommen. „Wir sind froh, dass die Menschen, die z.T. unvorstellbares Leid und Todesangst erfahren haben, nicht in Turnhallen gepfercht werden, sondern in menschenwürdigen Unterkünften leben können“, betont der Styrumer Stadtverordnete Sascha Jurczyk. Die SPD sei deshalb auch gerne bereit, sich in die Betreuung einzubinden, zu vermitteln und zu begleiten. „Wir werden aktiv unseren Teil dazu beitragen, dass die Menschen gut in Mülheim ankommen und ihren Weg in unsere Gesellschaft finden“, verspricht Mölders. Einen Blick voraus wirft indes Bezirksbürgermeister Heinz-Werner Czeczatka-Simon (SPD). „Wir wissen, dass eine gelungene Integration der Flüchtlinge auch davon abhängt, dass diese Menschen nicht in großer Zahl an einem Standort untergebracht werden. Es ist zum heutigen Zeitpunkt nicht absehbar, ob der Wohnraum an der Gustavstraße dauerhaft ausreicht, um eine möglicherweise steigende Nachfrage nach Unterbringungsmöglichkeiten auf Dauer zu befriedigen. In diesem Fall gehen wir davon aus, dass die Verwaltung Standorte in anderen Stadtteilen nutzen wird.“