Durch die anhalte Pandemielage entdecken auch die MülheimerInnen ihre grüne Stadt. Doch wohin, wenn einen auf stundenlangen Spaziergängen menschliche Bedürfnisse überkommen, aber die Toilettenanlagen von Restaurants geschlossen sind? Mit diesem dringlichen Thema hat sich nun die SPD-Fraktion beschäftigt und einen Antrag für die Juni-Sitzung des Bürgerserviceausschuss gestellt. In diesem fordert sie, dass die Aufstellung von privatbetriebenen Toilettenwagen geprüft werden soll.

Fraktionsvorsitzende Margarete Wietelmann schildert die Situation: „Das Fehlen öffentlicher Toilettenanlagen ist zu normalen Zeiten an vielen Stellen schon ein massives Problem. Durch die Schließung von öffentlichen Gebäuden und Gaststätten hat sich der Druck wortwörtlich noch einmal erhöht. Leider scheitert es auch hier wieder an der Haushaltslage, sodass es der Stadt nicht möglich ist, selbst kurzfristig mobile Toiletten aufzustellen.

André Kasberger, ordnungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, sieht jedoch einen Lösungsansatz: „Mülheimer Unternehmen sind für kreative Ideen bekannt. Vielleicht besteht die Möglichkeit, durch die Toilettenwagen Abhilfe zu schaffen. So oder so muss etwas gegen das zunehmende Problem des „Wildpinkelns“ unternommen werden.